Wednesday, July 04, 2007

die letzten stunden

Es sind jetzt nur noch ein paar Stunden, bis ich mich in den Flieger nach Toronto setzen werde. Ich habe nochmal alle meine Fluege gecheckt, mich von jedem verabschiedet und mein Gepaeck gewogen...ich glaub, ich bin, so gut es geht, vorbereitet. oder zumindest hoffe ich es wenigstens
wir werden ja sehen
heute habe ich den rest des tages noch mit matthew und jordan verbracht und werde spaeter noch zu meinem Boss fuer ein letztes Abendessen gehen. Darauf freue ich mich auch schon, weil es mir wahrschienlich helfen wird, meine Gedanken (die die ganze Zeit ueber nur um den Abflug kreisen) auf etwas anderes zu lenken.
na gut, ich werde jetzt mal noch ein bisschen die zeit hier geniessen und ein weiteres Mal (min. schon 6) meine Koffer auf Gewicht ueberpruefen.
Ich sehe euch dann Freitagmorgen.
Bis dann!
PS: dies hier ist der letzte Post, weil ich in Zukunft keine Beitraege mehr schreiben werde...
eine allerletzte Sache noch: Henry und Loretta's Blog ist: www.henlor.blogspot.com. Ihr muesst euch das unbedingt anschauen und alles durchlesen (ist nicht sooo viel), weil es wirklich interessant ist. Ich weiss, es ist Englisch, aber es wird schon gehen...

Monday, July 02, 2007

Canada Day

In den letzten Tagen habe ich nichts Besonderes gemacht. Ich habe mir Filme mit Freunden angesehen, bin ab und zu schwimmen gegangen und bin viel einfach nur durch das Dorf geradelt. Allerdings habe ich meine Koffer gepackt!! Und dabei herausgefunden, dass ich ein paar alte Sachen wahrscheinlich hier lassen muss und auch noch min. ein Packet schicken muss. Das Problem mit dem Packet ist nur, dass ich kein Geld habe, weil ich zwar noch ein bisschen von meinem Boss kriege, der aber gerade Camping ist. Ausserdem moechte Larissa mit mir noch Golf spielen und deshalb habe ich alle Haende voll zu tun, dass noch alles zusammen zu bringen.
Achso, gestern war Canada Day (1.Juli) und dadurch, dass es mein letzter Sonntag hier war, sind wir dann gleich nach der Kirche erstmal zu BostonPizza und haben dort Carl und einen seiner Freunde getroffen und mit ihnen Mittag gegessen. Spaeter bin ich dann erstmal nach Hause habe Matthew angerufen und ihn gefragt, ob er nicht mit uns nach Winnipeg kommen wolle, weil dort ja das ganz grosse Feuerwerk stattfinden sollte. Er hat dann auch gleich eingewilligt und wir haben uns halbwegs gemuetlich in Carls Van auf den Weg gemacht (Carl, Sara, Derek Friesen, Matthew, Me). Auch Ryan Jedel und Jenna Rempel haben sich zeitgleich auf den Weg gemacht und wir sind dann die meiste Zeit Seite an Seite ueber den Highway hinweggesaust. Und das meine ich Ernst: das Speedlimit hier ist 100kmh und wir sind mit mindestens 140kmh den ganzen Weg nach Winnipeg gefahren und hinzu kam noch, dass es geregnet hat, wie nur an dem Tornado-Wochenende zuvor. Wir hatten also ein bisschen Bedenken ueber neue Tornados, aber auch ueber das Feuerwerk, weil es ja aus Kannen geregnet hatte. Wir sind dann aber wohlbehaten angekommen und haben dort auch noch Lacey und Sim getroffen (2 von Sarahs Freunden). Nun war der Van aber wirklich voll und wir haben uns dann auch erstmal in Richtung Olive Garden begeben. Dort haben wir nach langer Wartezeit (wir waren ja immerhin 9 Leute und ausserdem war es Canada Day) dann endlich einen Tisch bekommen und jeder hat sein Essen bestellt. Was man hierzu sagen muss, ist, dass es sehr gut schmeckende “Brotstaebe” (breadsticks) kostenlos gibt und nachdem man sich einmal Suppe gekauft hat, kann man es mit allen Suppen unbegrenzt nachfuellen. Das habe ich dann auch gemacht und habe ich also nur von Suppe und Brot ernaehrt (schliesslich brauche ich ja noch Geld fuer das letzte Packet). Die anderen haben aber kraeftig zugelangt und nachdem wir dann endlich fertig waren, sind wir auch schon zu den “The Forks” gefahren, weil dort das Feuerwerk sein sollte.
Angekommen haben wir uns schnell einen guten Platz auf einem der Huegel dort gesucht und die letzten 3h, bevor es dann endlich losging, damit verbracht uns die professionellen Biker und Skateboarder in dem Winnipeg-Skatepark anzuschauen (das ist uebrigens der Skatepark, wo ich Tony Hawk am Anfang des Jahres gesehen habe). Kurz bevor es dann auch anfing, haben Sara und Carl entschieden, unsere Decken zum Flussufer zu bewegen. Nach ein paar Minuten hat es dann auch angefangen und wir haben ganz schnell gemerkt, dass wir zwar eine romantische Flusssicht hatten, aber vom Feuerwerk ganz schoen weit weg waren. Wir haben es trotzdem genossen und dann nach dem relative kurzen Feuerwerk, haben wir uns auf zu dem naechsten Kino gemacht, weil wir uns auch noch einen Film anschauen wollten. Dort angekommen, haben wir festgestellt, dass es allerdings schon geschlossen hatte, weil es bereits 1:00Uhr morgens war. Wir haben dann schnell Lacey und Sim nach Hause gebracht und sind dann nach Macgregor gefahren, wo wir so gegen 3:00Uhr angekommen sind. Das war eine lange Nacht und auch jetzt am naechsten Morgen fuehle ich mich immernoch etwas muede…Ich freue mich allerdings schon auf Donnerstag, wo es dann fuer mich zurueck nach Hause geht.

Monday, June 25, 2007

Kenora, ein verstecktes Paradies

Dieses Wochenende war eines der erlebnisreichsten hier in Kanada. Wir sind am Freitag zusammen mit Mike, Adam und den Sawatzky-Kids nach Winnipeg gefahren, um uns dort Ocean's 13 anzuschauen und einen schoenen Abend mit Blizzards (DQ) udn Pizza zu verbringen. Auf dem Weg zurueck sind wir in einen grossen Sturm reingefahren und haben sogar eine Getreidefabrik gesehen, ueber die ein Tornado hinweggebraust war. Die Silos waren total zerstoert und runtherum lagen auseinandergerissene Teile der Trucks, die dort vorher geparkt waren. Einer der Farmer hat ein Video von dem Tornado gemacht und Youtube zur Verfuegung gestellt. Der Link ist der folgende: http://youtube.com/watch?v=kEUXr6FMtWk . Oder auch: http://www.youtube.com/watch?v=zv8H-RTVGew&NR=1. Ihr muesst euch unbedingt diese beiden Videos anschauen. Das ist verrueckt!!! Der zweite Link ist sogar noch besser, ich habe ihn mir gerade angesehen und er hat ein paar Fotos, die unbedingt sehenswert sind.
Wir sind dann anschliessend noch zu den Sawatzkys gegangen und haben ein paar Minuten im Poo verbracht.Am Abend dann musste ich schnell meine Sachen packen, weil es am naechsten Morgen ja los nach Kenora gehen sollte. Wir habens uns dann auch am naechsten Morgen gegen 7Uhr auf den Weg gemacht und sind nach ca. 3h an der Mitte Kanadas vorbeigekommen. Da steht dann einfach nur ein Schild, auf dem geschrieben steht: "Willkommen zur geographischen Mitte Kanadas". 1-2h spaeter sind wir dann auch schon auf einen kleinen Seitenhighway abgebogen, auf dem wir dann allerdings auch noch min. 1h fahren mussten. Diese Strasse hat sich durch die Waelder, Suempfe und Berge Ontarios geschlaengelt und man kann schon einen grossen Unterschied zwischen den flachen Prairies und dem bewaelderten, urwaldartigen Ontario erkennen. Carl Enns ist uebrigens auch gekommen, er hatte allerdings am Morgen noch etwas zu tun und hat sich deshalb erst spaeter auf sein Motorbike geschwungen und ist die 4-5h nach Kenora gefahren. Sobald wir angekommen waren, haben wir auch gleich gemerkt, wie heiss es war. Wir haben dieses Wochenende also mit den Thiessens verbracht. Sarah Thiessen ist eine gute Freundin meiner Gastschwester und hat auf mich auch die eine Woche, wo Tina in Mexiko war, "aufgepasst". Ich kenn sie also schon ganz gut. Auch ihre Familie ist sehr nett und spricht sogar Deutsch. Ihr Vater war Opernsaenger in Deutschland fuer 7 Jahre und die Mutter hat eine Familie mit hochdeutschem Hintergrund (gluecklicherweise nicht noch mehr Plattdeutsche...). Die Mutter ist eine Gymnastik-Lehrerin und ihre beiden Toechter (Sarah und Erika) haben seit ihrem dritten Lebensjahr diesen Sport betrieben und deshalb hat Sarah mit dann auch die tollsten Spruenge vom Sprungbrett und Handstaende auf dem Surfboard zeigen koennen. Sie haben eine Villa bei dem "Lake of the Woods" und verbringen dort immer den gesamten Sommer. Sie haben dieses Haus schon 30 Jahre! Und alle ihre Kinder sind dort auch aufgewachsen. Der Vater hat mir erzaehlt, wie sie das ganze Land bekommen haben. Ihnen gehoert naemlich ein ganzer Landstreifen mit einem grossen Wald und dem Strand ganz in der Naehe des Sees, wo sie einen langen Steg fuer ihre grosses Boot haben. "Lake of the Woods" ist ein riesiger See, der von hoch oben in Kanada bis in die Staaten geht. Es gibt dort tausende von Fischen und angeblich haben hunderte von Celebrities diese Gegend als kleines Versteck erkannt und dort ihre Palaeste aufgebaut. Also wie sie zu dem ganzen Land dort gekommen sind, ist folgende Geschichte. Die Regierung hat einen gesamten Landstrich an einen Anwalt verkauft, den die Familie gut kannt und sie haben dann ein Viertel des Landes fuer einen relativ guten Preis von ihm abgekauft. das Haus draufgebaut. Die ersten 10Jahre, die sie in dem Haus gelebt haben, mussten sie dort immer mit dem Boot hinfahren, weil es keine Strasse zu diesem versteckten Schlupfwinkel gab. Das gesamte Material fuer das Haus haben sie nur im Winter ueber eine Eisstrasse auf dem gefrorenen See bringen koennen. Okay, wir sind also gegen Samstag Mittag dort angekommen und sind auch sofort in den See gesprungen, der trotz seiner Groesse kuschlige 22Celsius warm war. Anschliessend haben wir Mittag gegessen und was ich zum Essen dort nochmal schnell sagen will, ist, dass es wirklich supergut ist und ich mich dort imemr wirklich vollgegessen habe. Am Nachmittag dann haben wir den ganzen Tag am Strand verbracht und alle ihre "Spielgeraete" ausprobiert. Zuerst mal haben die ein altes Surfboard (ohne Segel), worauf man sich hinlegen kann und sich dann einfach mit Schwimmbewegungen nach vorne schiesst. Es ist wirklich sehr schnell und man kann die umliegenden Inseln innerhalb von wenigen Minuten erreichen. Ausserdem haben sie noch ein Paddelboot, was man fuer den selben Zweck nutzen kann, welches allerdings nicht ganz so schnell ist. Die beste Sache, die sie haben, ist allerdings das Sea-Doo, worauf wir praktisch den ganzen Abend verbracht haben und was niegelnagelneu ist. Das Sea-Doo wurde bis zu dem Wochenende nur 4h benutzt! Wir sind also mit TopSpeed ueber die Wellen gesaust; es kann bis zu 120km/h schnell fahren! Spaeter am Abend war ich mit Sarah auf dem Sea-Doo und dadurch, dass sie ihr ganzes Leben auf solchen Geraeten verbracht hat, konnte sie schon ein paar verrueckte Dinge machen. Wir sind also durch die Buchten gesaust und haben Kurve und Slalom nach Slalom hingelegt und bei einer besonders engen Kurve hat es uns beide aus der Maschine rausgeschleudert und wir sind mit wenigstens 60km/h ins Wasser geknallt oder drueber hinweg geschossen. Gluecklicherweise hatten wir Schwimmwesten an und uns ist beiden nichts passiert. Wir waren zwar beide etwas durchgeschuettelt, aber sie hat einfach nru angefangen zu lachen, hat sich aufs Sea-Doo geschwungen und ist mit mir davongesaust (ich habs danach erstmal langsamer angehen lassen). Die Familie hat einen riesiges Hundebiest, was sie brauchen, weil es dort von Baeren nur so wimmelt. Deshalb ist ihr Haus auch eingezaeunt und man darf kein Essen draussen liegen lassen. Am Abend sind wir dann auf einen kleinen Spaziergang gegangen und haben sogar ein kleines Baerenkind gesehen, woraufhin wir dann lieber schnell nach Hause zurueckgekehrt sind, weil die Mutter ja wahrscheinlich nicht so weit weg sein kann. Carl und ich haben dann nach dem Abendessen das Zelt aufgebaut, in dem wir schlafen wollten, und es uns mit ein paar Schlafsaecken gemuetlich gemacht. Henry hatte ein bisschen Feuerwerk mitgenommen, was wir uns dann so gegen Mitternacht angeschaut haben. Anschliessend sind wir dann noch zu einem Mitternachtsschwimmgang aufgebrochen, was wirklich ein bisschen unheimlich war, wenn man bedenkt, was so alles in diesem riesigen See rumschwimmt (Monsterfische und Schnappschillkroeten). Sobald wir aus dem Wasser rauswaren, hat es angefangen zu stuermen und ein riesiges Gewitter hat sich ueber uns aufgebaut, weshalb wir dann schnell RIchtung Haus gefluechtet sind. Dadurch, dass es tagsueber so superheiss ist, verdampft viel Wasser von dem See und abends dann bilden sich immer grosse Stuerme. Wir konnten also Blitzschlag und orkanartige Boeen erleben und die Nacht war wirklich ernsthaft taghell, weil es jede Sekunde mindestens einen Blitzschlag irgendwo gab und man es ueber den See gut sehen konnte. Auch der Donner war ohrenbetaeubend laut, weil es durch den See so weit geleitet wurde. Das Gewitter ist dann aber langsam abgezogen und hat uns ein wunderschoenes Blitzschauspiel bewundern lassen. Wir konnten wirklich jede Sekunde einen Blitz sehen, der es dann sehr hell werden liess und wir konnten nichtmal den Donner hoeren, weil das Gewitter schon so weit weg war. Auch die Blitze zwischen den Wolken konnte man gut sehen und mit wurde in diesem Moment wirklich bewusst, wie wenig Kontrolle wir ueber alles haben, was um uns geschieht.Nach dem das Gewitter dann weit genug abgezogen war, haben Carl und ich es uns gemuetlich im Zelt gemacht und Sara und Sarah sind ins Haus gegangen. Carl hat mir dann im Zelt erzaehlt, dass er mit seinem Motorbike auf der Schlaengelstrecke einen Unfall gehabt hatte und dass dies der Grund fuer seine Blessuren und Kopfschmerzen sei, ueber die wir usn den ganzen Tag schon gewundert hatten. Er war auf den kleinen Steinchen auf der Strasse weggerutscht und ist dann in die Boeschung gesschlittert, die ungluecklicherweise anderthalb Meter abfiel und er da runtergefallen ist. Ihm gings aber ganz gut und wir sind schnell eingeschlafen. In der Nacht hat es wieder angefangen zu stuermen und wir sind am Morgen in einer riesigen Pfuetze aufgewacht und alle unsere Sachen waren nass. Gluecklicherweise hatte uns aber keiner der umgestuerzten Baeume und Aeste getroffen. Ich habe mit dann gleich am Morgen Taucherbrille und ein Fischenetz geschnappt und habe mich auf die Jagd nach kleinen Schnappschildkroeten gemacht. Die haben sich auf den umliegenden grossen Steinen gesonnt und von dort habe ich sie runtergescheucht und dann im Wasser mit dem Netz gejagt, wo ich sie auch meistens bekommen habe. Wir haben dann mit denen etwas rumgespielt, sie aber bald wieder zurueck ins Wasser geschmissen. Spaeter hat es sich dann etwas bewoelkt und das Wasser war wirklich sehr erfrischend. Wir haben ein paar Spiele gespielt und es war toll mal wieder Kartenspiele in einer netten Atmosphaere zu spielen. Ich habe dann spaeter das Zelt zusammengepackt und wollte schwimmen gehen, als ich gemerkt hab, wie viele Insekten ich an meinem Koerper hatte. Ich hatte mehrere Blutegel an meinen Beinen und Zecken und Holzboecke an Armen udn Ruecken, ich habe mich dann sofort daran gemacht, die loszuwerden und mich um ehrlich zu sein, etwas geekelt. Ich hatte das zwar schon einige Male zuvor, allerdings nie so viele und nie in so kurzer Zeit.Am Abend haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht und in der Naehe Winnipegs gestoppt und zu tanken. Ich bin dort zufaellig auf Darcy Vermeulen und ein sehr gut aussehendes Maedchen gestossen. Er studiert in Winnipeg und ich habe ihn ein paar Mal auf Parties und so weiter getroffen. Wie sich herausstellte, war das Maedchen auf ganz nett und studiert auch in Winnipeg. Sie ist aus Deutschland und ihr Vater und ihr Bruder sind zur Zeit auch in Goettingen. Sie kommt alle zwei Jahre und das naechste Mal, wenn sie kommt, wird sie es mich wissen lassen und wir koennen vielleicht, was zusammen unternehmen. Und ja, sie spricht auch Deutsch.Wir sind dann auch nach Hause und ich bin gleich ins Bett gefallen, weil ich die Nacht davor aufgrund des Gewitters und all der Insekten in unserem Zelt ja nicht wirklich gut geschlafen habe!

Wednesday, June 20, 2007

Sportsawards und das erste Mal Traktorfahren

ICH HAB EINEN SPORTSAWARD BEKOMMEN. Und zwar fuer: Most Improved Male Senior Athlete. Jedes Jahr vergeben sie Awards, Pokale und so weiter fuer die erfolgreichsten Sportmaenner (und -frauen). Allerdings werden aus der gesamten Schuelerschaft jedes Jahr nur 8 rausgesucht (davon nur 4 maennlich und nur 2 in meiner Altersstufe), die auch wirklich geehrt werden. Ja und dadurch, dass ich an so vielen Sportarten teilgenommen habe und auch in den Intramural-Wettkaempfen ziemlich gut war haben sie mir eine dieser Trophaen ueberreicht. Der Hauptgrund war (natuerlich nicht, dass ich der beste in den Sportarten bin, denn das bin ich noch bei Weitem nicht), sondern eher, dass ich viele der Sportarten nie zuvor gesehen, geschweige denn gespielt habe! Die tollste Sache an dem Pokal ist, dass ich das ueberhaupt nicht erwartet habe und mich deshalb umso mehr drueber gefreut habe.Am Nachmittag dann habe ich schnell meine Sachen nach Hause gebracht, bevor Mark mich abholen sollte, weil meine Englischlehrerin mich zum Abendessen eingeladen hatte und er mich dort hinfahren sollte (nochmal zur Erinnerung: er ist ihr Sohn). Das hat dann aber nicht wirklich geklappt, weil Mark kein Auto zur Verfuegung stand und deshalb habe ich dann erstmal eine halbe Stunde allein zu Hause gewartet, bis mich dann meine Englischlehrerin angerufen hat und mir erklaert hat, dass ihre Mutter (meine Nachbarin, wunderschoener Garten!) mich hinfahren koennte, das Problem seie nur, dass sie nicht wuesste, wo ihre Mutter ist. Ich habe mich dann also auf die Suche nach meiner Nachbarin gemacht und nach einigen Minuten habe ich sie dann auch in ihre Garage fahren sehen, ihr alles erzaehlt und sie dann gebeten mich dorthin zu fahren. Sie wollte allerdings noch schnell Rasen maehen, wobei ich ihr dann tatkraeftig (und eigentlich auch freiwillig) geholfen habe und nach einer Stunde konnte es dann auch endlich losgehen. Wir sind also dann bald angekommen (sie leben in der Naehe von Bagot, wo auch meine Kirche ist und sie haben eine Weizenfarm) und ich musste Mark erstmal aufwecken, weil der sich zu einem Mittagsschlaf ins Bett fallen lassen hatte. Danach habe wir uns erstmal ein bisschen in seinem Haus umgeschaut und ein bisschen ferngesehen, bis dann auch shcon das Abendessen fertig war und ich ein ganz tolles Mahl geniessen durfte. Es hat wirklich supergut geschmeckt und obwohl ich mich noch ein bisschen mit seiner Familie (ich hatte seinen Vater nie zuvor gesehen, aber der sit wirklich superfreundlich und lacht ueber alles; sogar ueber Sachen, ueber die man vielleicht nicht unbedingt lachen sollte) unterhalten wolle, hat mich der ungeduldige Mark nach draussen gezogen, hat sich aufs Quad gesetzt und dann auf mich gewartet, auch mti aufzusteigen.Das habe ich dann auch gemacht, obwohl ihc wusste, das Mark fuer Unfaelle mit Dirtbike, Quad und Truck bekannt ist und solche Eskapaden schon haeufig fabriziert hat und auch obwohl ich nur eine kurze Hose und Sandalen anhatte. Ja und dann gings auch shcon los. Also er ist einfach, mit eiserner Hand auf dem Gashebel, durch die Buesche geduest und dadurch, dass ich nie zuvor diese Strecke durchs Hinterland gefahren war und nicht wusste, wann und wo ich mich zu den Seiten lehnen sollte, ist es mir ganz schoen schwergefallen, nicht runterzufallen. Wir sind dann also zu seiner Farm gefahren und haben uns dort einen der groessten Traktoren geschnappt, die die so haben (4 Raeder hinten und 2 riesige vorne). Damit hat er sich dann zurueck zu seinem Haus gemacht, waehrend ich das Quad nach Hause gefahren habe. Anschliessend haben wir an seinem DirtbikeTrack gearbeitet, was uns wirklich fast 5h gedauert hat und weshalb ich dann erst so gegen 11:30Uhr zu Hause war.Es hat sich aber wirklich gelohnt und zwar, weil er mich den Traktor fahren gelassen hat!!! Und das ist gar nicht mal so einfach und besonders die Schaufelsteuerung ist ein bisschen kompliziert. Ich habs dann allerdings recht schnell begriffen und waehrend er mit dem Quadbike ueber neugebaute Spruenge gefahren ist (um die Erde zu festigen), habe ich mehr und mehr Erde fuer neue Spruenge und Steilkurven mit dem Traktor gebracht und an richtiger Stelle aufgeschuettet.In der Zwischenzeit hatte sich ein grosser Sturm aufgebaut und ist dann einige Minuten spaeter mit atemberaubender Heftigkeit mit Hagel und sekundenfachen Blitzschlag ueber uns hinweggesaust und hat sogar einen der aelteren Baeume entwurzelt. Wir haben die 20min des Sturmcenters im Traktor verbracht, der selbst Blizen und starkem Regenfall leicht trotzen konnte.Am Ende des Abends (nacht) habe ich mir dann nochmal das Quad geschnappt und bin einen der beiden kleineren Spruenge gesprungen und einfach nur hin und her gesaust, wobei man allerdings auf ein paar kleine Huegel achtnehmen sollte.Heute hatte ich mein Physiktest und die letzten beiden Tage werden meine letzen Schultage sein. Morgen habe ich mein Geschichtsexam und am Freitag dann mein abschliessendes Pre-Calc Exam.Morgen gleich nach dem Exam (2-3h) werde ich nach Portage fahren, um mein verdientes Geld einzuzahlen und am Freitagnachmittag werde ich mit Matthew, Michael und Adam erstmal schwimmen gehen, danach nach Winnipeg fahren, um ein paar Sachen einzukaufen und mir anschliessend den Film "Ocean's Thirteen" ansehen, was ich eigentlich schon letzte Woche machen wollte, aber keine Zeit gefunden hatte.Ich werde uebrigens naechste Woche zur Grad-Party gehen, was wohl dem Standard, was man so in Filmen sieht, entsprechen wird. Ich werde mir dort das Zelt mit einem vernuenftigen jungen Mann (Tanner Nicoll) und keinem Vollidioten teilen. Ich hoffe, das ich dort Spass haben werde und Tina mich dann am naechsten Tag abholt (die Party ist fast 18h lang).Allerdings muessen die Eltern eines jeden kommenden GraduationStudents dort sein und auf alles aufpassen, weshalb es auch relativ gepflegt zugehen und niemand Dummheiten machen wird.Ja, und dieses Wochenende gehts auch noch nach Kenora zum Lake of the Woods, wo ich garantiert eine tolle Zeit mit Sea-doos, Angeln und Schwimmen haben werde...

Saturday, June 16, 2007

last Youth

Ich hatte gestern einen der tollsten Tage, die ich je hier in Kanada hatte. Die Bio30S-class ist am Nachmittag zu Matthews Haus zu einer Party gegangen und nach einigem Hin und Her konnte ich den Schulleiter dazu ueberreden, mich dort auch hingehen zu lassen. Ich habe also alles erstmal mit den Lehrern abgesprochen, deren Stunden ich verpassen wuerde und dann gings auch schon los. Ich habe natuerlich mit Getraenken auch ein bisschen mitgeholfen und wir haben zusammen (mit den meisten war ich wirklich gut befreundet) sehr viel Spass gehabt. Den groessten Teil der Zeit haben wir in Hottub und Pool verbracht und meine Schultern und mein Gesicht waren nach 6h Dauerschwimmen ganz verbrannt. Ich habe von dem Schulleiter auch die Extraerlaubnis bekommen, nicht zurueck zur Schule zu muessen sondern einfach bei Matthew zu bleiben und mit ihm den Nachmittag zu verbringen. Spaeter ist dann auch noch Mark mit seinem Dirtbike vorbeigekommen und hat sich dermassen auf die Nase gelegt (klingt komisch, war aber wirklich ein schlimmer Unfall), dass sowohl Kupplungs- als auch Bremshebel einfach weggebrochen sind. Was passiert war ist, dass er die frisch aufgeschuetteten Spruenge ausprobiert hat und bei dem einen sehr stark mit dem Vorderrad eingesunken ist, was sein Hinterrad katapultartig in die Luft geschossen hat, er ueber den Lenker geflogen ist und das Bike auf ihm gelandet ist und dann einige Meter spaeter endlich zum Stillstand kam. Ihm gehts aber nun ganz gut und bis auf ein paar ziemlich blutige Schrammen im Gesicht ist ihm auch nicht passiert. Er muss jetzt natuerlich erstmal wieder Geld in sein Bike investieren, worauf er sich bestimmt nicht sonderlich freut. Er ist dann auch bald abgezogen, waehrend wir uns auch schon auf die Jugend vorbereitet haben.
Es war ja mein Farewell-Evening.
Wir sind also beide zu Gord und Christines gefahren, was hoch in den Huegeln des ValleyViewBibleCamps liegt. Dort haben wir einen wunderschoenen Abend mit Geschichten, Lagerfeuer, kleinen Spielen, noch mehr Essen und tausenden von Muecken verbracht. Ich habe mich mit jedem gut unterhalten und sogar ein kleines Geschenk bekommen, worueber ich mich sher gefreut habe. Da es auch der letzte Abend der Familie Porter mit der Jugend war, wurde auch sie verabschiedet und jeder erzaehlte, die ein oder andere Kleinigkeit oder Geschichte, was wirklich sehr beruehrend war.
Anschliessend dann haben wir aber mit der Hauptaktivitaet angefangen. Wie ich ja schon erwaehnt habe, leben die Murrays, die heute die Gastgeber waren, hoch in den Huegeln und es gibt dort auch wirklich nichts anderes als Busch, Huegel und gelegentlich ein paar Schleichwege oder auch Kuhtrampelpfade durchs Gestraeuch. Das Spiel nennt sich "BibleSmugglers" und ist wirklich sehr unterhaltsam. Die Gruppe wir in kleine Teams (5-7Personen augespalten) und es gibt einen Start- und einen Zielpunkt, die in unserem Spiel suuuperweit auseinanderlagen (ca. 1,5Meilen). Jede Gruppe darf immer nur eine Bibel mit sich nehmen und zum Zielpunkt bringen (was entweder im Wipfel eines hohen Baumes, oder auch mitten im Gebuesch sein kann). Meine Gruppe bestand gluecklicherweise nur aus jungen Maennern, die alle ziemlich sportlich sind und das Gute daran ist, dass wir sehr schnell rennen konnten (einfach mal nur im Vergleich zu den etwas aelteren oder auch dem ein oder anderen Maedchen, was vielleicht kann, aber nicht wirklich will).
An der ganzen Sache gibt es aber noch einen Haken, die Teams koennen sich gegenseitig ueberfallen, um sich dann eine weitere Bibel (sprich einen weiteren Punkt, falls zum Ziel gebracht) zu ergattern. Ausserdem gibt es auch noch einen Geheimdienst, der komplett in Schwarz gekleidet ist und einem schon etwas Angst machen kann. Dieses Spiel wird von den meisten wie Football gespielt und deshalb sollte man sich schon umsehen, bevor man ins pechschwarze Gestruepp loswandert. Falls man von der Polizei gefangen und ins Gefaengnis (eher Bootcamp) gebracht wird, ergeht es einem gar nicht gut und man muss allerlei fiese Sachen durchleben, bevor man wieder rausgelassen wird und es ist gar nciht einfach wieder zur Gruppe zurueckzufinden, wenn es rabenschwarze Nacht ist. Dieses Spiel auch wenn es vielleicht nicht ganz so klingt, kann ganz schoen brutal zur Sache gehen: zum Beispiel, wenn man eine andere Gruppe ueberfaellt, oder von der Polizei zu Boden geworfen und gefesselt wird.
Dummerweise hatte ich allerdings kurze Hosen an, weshalb ich allerlei Geziefer und Scharten an meinen Beinen habe und sie merkwuerdigerweise nicht aufhoeren wollen zu jucken. Aber naja, das wars mir schon wert.
Ich bin am naechsten Morgen wiede arbeiten gegangen und trotz sengender Hitze haben wir einen erfolgreichen Tag gehabt, weil wir den zweiten Stock der Scheune fertigstellen konnten.
Am Abend jetzt habe ich mir den zweiten Teil der "Fantastic Four" angesehen und werde jetzt mal schnell ins Bett, weil morgen wahrscheinlich wieder ein langer Tag wird (ich will mit Jordan nach Winnipeg fahren, um mir Oceans 13 anzusehen).
PS: Andrea Porter ist die superbesteste Englischschuelerin in unserer Klasse und ich habe wirklich vorher noch nie so viel Talent zum Schreiben udn auch Tatendrang in einer Person gesehen. Aber zur Ueberraschung aller habe ich in meinem Final English Exam der Double Credit English Class einen Prozentpunkt mehr als sie und bin damit supergluecklich. Nicht dass ich mich hier mit ihr vergleichen will, aber wer sich mal ihren Blog durchliest, weiss schon wovon ich rede. Es gab nur einen Schueler, der besser war als wir und das war natuerlich Braden, der ja mal wieder dominieren musste;).
Braden: 91
ich: 88
Andrea: 87
alle dicht zusammen, und ich in der goldenen Mitte...das hat mich wirklich ueberrascht

Wednesday, June 13, 2007

Farewell-Party

Es ist schon etwas traurig, dass man hier deutlich merken kan, wie es dem Ende zu geht. Weniger Schueler kommen jeden Tag zur Schule und mehr und mehr Exams sind bald vorbei. Die letzten Tage haben sich Hitze und Stuerme abgewechselt und gestern war ich wieder mal schwimmen und der starke Wind, Hagel und Blitze haben uns nichts ausgemacht.
Diesen Freitag habe ich meine Farewell-Party mit der Jugend. Die Bio 30S-class, in der ich nicht bin (ich bin 40S), wird diesen Freitag zu Matthews Haus gehen und dort ihre Abschlussparty haben. Gluecklicherweise konnte ich meinen Schulleiter davon ueberzeugen, dass meine Farewell-Party am selben Abend ist und es eine gute Gelegenheit fuer mich waere, einfach zusammen mit der Klasse deren Party zu feiern und nicht zur Schule zu gehen. Auch meine anderen Lehrer haben eingewilligt und nun werde cih mit allen meinen Freunden am Freitag schwimmen gehen (am Freitag soll es 32Grad sein;). Und am Abend dann wird mich Matthew zur Jugend fahren und dort werden wir den ganzen Abend verbringen. Es ist dieses Mal an einem Freitagabend, weil es wahrscheinlich spaet werden wird und wir viel draussen machen wollen.
Ich werde die letzten Wochen noch bis zum Schluss arbeiten und werde nun versuchen mein ganzes hart verdientes Geld einzuzahlen.
Und heute Abend habe ich auch noch ein Fussballspiel; ich habe also ganz schoen zu tun.
Es ist schon ein bisschen schade, dass es heir so schnell zu Ende geht.

Thursday, June 07, 2007

Sonntagspicknick

Letzten Sonntag bin ich extra frueh aufgestanden, um mit meinen Eltern telefonieren zu koennen, aber das hat sich dann alles ungluecklicherweise etwas verspaetet, weil das Telefon leere Batterien hatte. Ich bin dann aber gleich nach dem Gespraech losgezogen und zur Kirche am Ostende MacGregors gelaufen, wo an die SundaySchool an diesem Tag einen gesamten Spieletag organisiert hatte. Dazu ist die ganze Gemeinde gekommen und hat den ganzen Tag im Freien verbracht. Wir haben also erstmal ein Pfannkuchenfruehstueck genossen und uns dann anschliessend unter blauem Himmel die Messe angehoert. Danach gabs dann Mittagessen und dann haben die unterschiedlichen Altersgruppen angefangen Spiele zu spielen, was eigentlich relativ viel Spass gemacht hat.
Wir haben auch an einem Fussballturnier und einem Footballspiel teilgenommen, wobei man auch ein paar Sachen gewinnen konnte. Dann gings auch schon ab zur Caffeepause, die fuer uns alle einfach nur aus Eis bestand. Wir haben dann also den Rest des Abend mit Essen verbracht und sind dann zu den Sawatzkys nach Hause gefahren, wo wir dann noch fuer ein paar Stunden schwimmen gegangen sind. Wir: das sind Michael, Jordan, Matthew, Adam und ich.
Heute habe ich den letzten Rest meines Exams geschrieben und bin nun mit meinem Englischkurs zu Ende. Das heisst, dass ich jetzt jeden Tag mindestens eine Freistunde habe, weil ich ja double credit English hatte.
Ich habe noch ein zwei Examen in den naechsten Wochen und dann naehert sich mein Jahr auch schon langsam dem Ende. Ich hoere von immer mehr Leuten, dass ich doch noch ein letztes Mal bei ihnen zu Besuch kommen soll. Sogar meine Englischlehrerin hat mich heute nochmal gefragt, ob ich nicht irgendwann nochmal zum Abendessen kommen moechte.
Mal sehen, ob ich das alles in meiner Zeit hier noch schaffe...